F****n und F***rn

16 04 2009

Gday Folks!

Oder sollte ich eher sagen: bad day! Nicht, dass der Tag an sich schlecht wäre. Es ist wunderschönes Wetter, leben lässt mich gerade feste Saugen an seinen Milchdrüsen und ich bin dick und rülpse glücklich. Trotzdem geht ein Gespenst umher. Ein Gespenst, was mich seit geraumer Zeit verfolgt. Nun, es verfolgt, denke ich, die meisten von uns, nur kann nicht es nicht jeder gleich „gut“ identifizieren. Wovon ich rede ist folgendes: es ist vielleiiicht das gleiche, als wenn andere von Werteverfall, Verdummung, blaah blaah reden. Was ich meine ist … :

DAS PHÄNOMEN: F****N und FEIERN!

Halt! Nicht wegklicken, nur weil ihr denkt, ich würde schlecht über o.g. sprechen. Das ist nur bedingt richtig. Ich liebe beides. Ich f****e gerne und ich ficke auch gerne. Aber mir ist folgendes aufgefallen, auch auf die Gefahr hin, wie Mutter Methusalem zu klingen. Heutzutage wird viel gefeiert. „Na, wo warste gestern so?“ „Öh, feiern!“ „Na, wo gehste heute abend hin?““Na, feiern!“. Fällt denn eigentlich niemandem auf ,dass „feiern“ kein Wort ist, was rein begriffslogisch dazu bestimmt ist, ALLEIN verwendet zu werden? man feiert ETWAS! Es muss einen Grund geben. Und nein, Samstag ist kein Grund. Freitag auch nicht. Manchmal, wenn an diesen Tagen was tolles ist, dann ja! Aber dieses ewige feiern for no reason ist doch soo unbefriedigend. Ich meine, man merkt es doch selbst. In den Phasen in denen man einfach „feiert“ hat man eventuell n bisschen Spaß und ja, man wird definitiv trinkfester und eventuell erhöht man seine Bums-Rate. Aber mehr ? Horcht mal in euch hinein, fragt mal nach, WARUM jedes zweite Feiern so unbefriedigend ist, WARUM ihr am nächsten Morgen sagt: war so lá lá und ihr WISST dass ihr damit noch hemmungslos übertreibt. Ich weiß nicht, wer diesen Trend gestartet hat, aber mir geht feiern nur dadurch mittlerweile teilweise auf den Sack. Bzw. S**k.  Jedes mal, wenn ich da draußen bin und „mitfeiere“ sehe ich, dass das den Leute nicht wirklich gefällt. Und dann wundert man sich, warum die Leute sobald sie in ner Beziehung sind, nicht mehr JEDEN Tag feiern gehen wollen? Denn hier kommt die Auflösung: Feiern ist nur zum Ficken da! Anders formuliert: wer feiern geht will ficken. Ha, stimmt nicht, sagt ihr? Habt ihr recht? Wenn Menschen, die in irgendeiner Weise gefestigt sind und einfach Spaß daran haben, mit Menschen, die sie lieben abzudancen oder ähnliches, dann geht das! Ohja, das geht sogar sehr gut. Aber das ist was grundlegend anders, alleine schon, weil man es soviel seltener tut. Würde man es in der heute vorherrschenden Regelmäßigkeit tun, dann wäre auch das bald nur noch „so lálá“. Denn bei dieser Art Feierei mag es eventuell keinen „Grund“ geben, aber es gibt ihn doch. Mit Grund meine ich nicht „Geil, endlich ist Mark weg“ sondern eher in Richtung: Wow, wir haben alle ECHT bock zusammen zu feiern und das Wetter ist geil und lets‘ do this!“

Naja, ähnlich verhält es sich da mit dem Ficken. „Öh, ich war gestern feiern und danach schön gefickt“(, sagt SingleBoy xy88). Als Gegenfrage ist da schon das Höchste der Gefühle: „War sie geil?“ Woran liegt denn das? Eindeutig für mich an dem Stigma das die Gesellschaft der Institution „Beziehung“ aufgedrückt hat. Es sind solche Worte, wie „Beziehung“ die, in ihrem Ursprung wohl prgamatisch und eventuell auch wohlwollend gewählt, inzwischen eine (s.o.) Institutionalisierung dessen vorgenommen haben, was eigentlich das Schönste auf der Welt ist. Wenn Mann und Frau (wahlweise Frau und Frau, Mann und Mann, wasauchimmernochmitwemauchwie) sich so gern haben, dass sie freiwillig eine Menge Zeit miteinander verbringen und -oh staune- vielleicht sogar nur miteinander schlafen. Heureka, Anonymität des Internets, sonst hätte ich mich das wohl schon kaum zu sagen getraut. Aber wie gesagt: diese institutionalisierte „Beziehung“ bietet natürlich ein perfektes Angriffszielfür die dunkle Masse der „Suchenden“. Denn zweifelsohne, wers einmal gefunden hat, wird einsehen, dass es das allerbeste ist. Basta. Diese „Suchenden“ lassen ihren gesamten Frust an „Beziehungen“ aus. „Beziehungen sind lame, ihr hockt nur aufeinander, dir entgehen Muschies, dir entgehen Schwänze, ihr feiert überwenig, warum küsst ihr euch vor unseren Augen und warum küsst ihr überhaupt, wenn ihr doch jeden anderen küssen könntet (sein Penis zeigt verstohlen auf ihn selbst).“ Versucht mal etwas , was heutzutage unter „Beziehung“ abwertend zusammengefasst wird, aus dem Wort ausbrechen zu lassen und es „Ein Mann, der eine Frau(wahlweise s.o.) liebt und der nichts lieber tut, als mit ihr zusammen zu sein“ zu nennen. Na, fällt euch auf, dass es wohl niemandem gelingen wird, DAS in selber Art und WEise zu verunglimpfen? Also schreibts euch hinter die Ohren, Suchende, was ihr da in purer Verzweiflung so leicht beschmutzt, ist das Wertvollste auf der WElt. Probiert’s mal aus 😉 Ach und p.s.: Das ewige Rumhacken auf Leuten, die die Eier haben, Beziehungen einzugehen und Menschen kennenzulernen(dazu ein anderer Blog demnächst) macht , hab ich mir sagen lassen, wohl auch die eine oder andere Beziehung kaputt.

Also lasst’s euch durch den Kopf gehen und fangt eventuell damit an, dass ihr das Mädchen, dass ihr f***t (man feiert keine Mädchen!) nach ihrem Namen fragt.

Stay tuned, ciao ciao

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2 responses

17 04 2009
ersteszimmerrechts

sehr aufschlussreich, aber mir fehlt am anfang so etwas wie: „parental advisory explicit content“ am besten noch ein bild mit der message. Was wenn jüngere leute das lesen?

Dann noch 2 sachen:

1. gehn wir heute feiern,
2. wann?

btw dieser kommentar wurde auf einem MacBookPro verfasst. Und ja ich musste mir vorher die hande waschen… 😦

8 05 2009
kaviagratsel

Sehr guter Beitrag. Wurde gerne noch weitere Informationen daruber erhalten.
Besten Dank und gruss

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